Erinnerungen an Lotte Klemm
Dokumentation zur Ausstellung in der ehemaligen
Möser-Mittelschule zu Osnabrück 10. bis 14. Oktober 2007
Auf
den kommenden Seiten möchten wir Ihnen die Ausstellung virtuell
näher bringen. Grundlage ist der für 10€ erhältliche Katalog,
der über den
Vereinsvorstand
bezogen werden kann. Dieser ist die Grundlage für den
vorliegenden Rundgang, kann jedoch in seinem Umfang nicht
angemessen dargestellt werden.
Doch nun laden wir sie ein, sich auf
den virtuellen Rundgang zu begeben und wünschen Ihnen viel
Vergnügen! Durch einen Klick auf das unten rechts stehende
Symbol startet der Rundgang.
Wir möchten mit einem Blick auf die
Biografie Lotte Klemms beginnen.
10.02.1897: Charlotte Klemm
wird in Bützow, Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin (heute
Mecklenburg-Vorpommern) und wächst als jüngstes von fünf Kindern
wohlbehütet in kulturell anspruchsvollem Milieu auf. Das
heimische Museum erinnert noch heute an die Schriftstellerin
Johanna Klemm, eine direkte Vorfahrin zu Lotte Klemm, und führt
sie als histori sche Person der Region.
Besuch der Höheren Mädchenschule in Bützow;
als Schülerin wendet sie sich dem „Wandervogel“ zu
1914 - 1917: Besuch der
Königlichen Kunstschule in Berlin für weibliche Studieren
des höheren Schuldienstes; Examen für Kunstpädagogik und Sport
1917 - 1919: Zeichenlehrerin
an privaten Schulen in Berlin und Posen; in dieser Zeit
Halbjahreskurs an der Kunstgewerbeschule in München mit Belegung
der Fächer Bildhauerei und Plastik
01.08.1919: Übersiedlung
nach Osnabrück, Roopstraße 3; später zusammen mit ihrer Freundin
Lene Rautenberg Umzug in die Knollstraße 55
Eintritt in die Bürgerschule/
Möser-Mittelschule
1924: Dürer-Bund stellt u.a.
Krippenfiguren im hiesigen Museum aus
1928: Ludwig Bäte würdigt
die Künstlerin in einem Aufsatz der Zeitschrift „Der
Friedenssaal“
um 1930: Mitglied im
Deutschen Alpenverein, Sektion Osnabrück
30.09.1959: Eintritt in den
Ruhestand nach 40 Jahren an der Möser-Mitteschule
01.10.1960: Einzug in das
von ihr entworfene Haus an der Schöneberger Straße
16.01.1989: Lotte Klemm
stirbt 92jährig in Osnabrück.
Ihre Urnengrabstätte auf dem Hase-Friedhof
ist seit kurzem von einer weißen Strauchrose geschmückt.
Mit der Rose hat es nach einem Aufsatz von Dietrich Düring
folgende Bewandtnis:
1843 gab ein Monsieur
Plantier aus Südfrankreich seiner Neuzüchtung den Namen „Madame
Plantier“. Schon wenige Jahre später geriet sie auf das Grab
eines kleinen Jungen, dem jüngsten Sohn des Ururgroßvaters von
Dietrich Düring. Ein Ableger wurde schließlich nach 1873 auf das
Grab einer Verwandten aus Magdeburg gepflanzt, bis ein weiterer
Sprössling nach dem 2.Weltkrieg im Garten von Lotte Klemm auch
aus Verbundenheit zur Heimat Mecklenburg Aufnahme fand.
Dietrich Düring: „So lag es für mich nahe,
einen Ableger der Rose Madame Plantier auf ihr Urnengrab am
Hase-Friedhof zu pflanzen.“
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