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Dokumentation der
Sonderausstellung zur Geschichte des Osnabrücker
Steckenpferdreitens
06. bis 29. Oktober 2004
Glück für Osnabrück: das Steckenpferdreiten
Steckenpferde, überall auf der
Welt bekannt als beliebtes Kinderspielzeug, werden in Osnabrück
zum Symbol für Frieden und Jugend, wenn zehnjährige Osnabrücker
sie selbst basteln und auf ihnen durch die Stadt zum Rathaus
reiten. Diesem Symbol der Friedensstadt ist die kleine, feine
Sonderausstellung über die Osnabrücker Steckenpferdreiter im
Drei-Kronen-Haus gewidmet.
 In
seiner Ansprache zur Eröffnung hob Kulturdezernent Reinhard
Sliwka hervor, dass der Steckenpferdritt die Erinnerung an den
Westfälischen Frieden in der Stadt lebendig halte und die
Bedeutung von Frieden nicht nur für die Kinder anschaulich
mache. Ältere erinnerten sich noch heute an ihren
Steckenpferdritt. Ob sie wohl auch wissen, warum gerade die
Steckenpferdreiter für die Friedensstadt Osnabrück so wichtig
sind?
Ein urkundlich belegter Steckenpferdritt zu
Nürnberg im Jahre 1650, eine eigens dazu geprägte Silbermünze,
die Übertragung des Ereignisses nach Osnabrück durch Emmy und
Clara von Dincklage und schließlich das erste Steckenpferdreiten
im Jahre 1948 mit seiner Entwicklung bis heute: Die
Sonderausstellung bietet Einblick in die bewegte Geschichte
einer Sage, die - zum Glück! -in Osnabrück ihr
Zuhause fand.
Den Initiatoren der Ausstellung, dem Verein
Osnabrücker „Schulmuseum e.V.“, lägen der historische
Hintergrund und die aktuelle Gestaltung des Festes gleichermaßen
am Herzen, so Jürgen Barth, Vorsitzender des Vereins. Diese
Ausstellung solle helfen, dem Steckenpferdumzug mehr
Historizität zu geben und das Steckenpferd selbst ein typisches
Element für Osnabrück herauszustellen. Sliwka dankte dem Verein
im Namen der Stadt für diese Ausstellung, die „nur die Spitze
des Eisberges“ der vielfältigen Vereinsaktivitäten sei.
Die Ausstellung ist noch bis zum 29.10.2004
im Drei-Kronen-Haus zu sehen, am Mittwoch von 15-18 Uhr, am
Sonnabend und Sonntag von 10-18 Uhr.
Anke-Sabine Weymann
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