Nachbereitung
Zur Akzeptanz des Vorhabens
Während der Text zur offiziellen Einladung eine ganze Reihe
positiver Rückmeldungen zur Folge hatte, blieb das verschriftete
Konzept im Verlauf der Ausstellung ohne erkennbare Resonanz.
Vereinzelt mündlich vorgetragene Kritik richtete sich gegen das
Anliegen überhaupt. War man vom Ausstellungsdesign noch angetan,
so glaubte man in der geschichtlich ausgebreiteten Darstellung
mit dem Verweis auf den Ursprung Nürnberg eher einen Nachteil
für Osnabrück ausmachen zu können. Man habe mit der alten
Steckenpferdgeschichte über viele Jahrzehnte gut gelebt und sehe
keinen Anlass für doch nur Verwirrung stiftende Recherchen.
Zum Dreikronenhaus
Die Unterbringung der Ausstellung im anspruchvollen
Dreikronenhaus erwies sich als richtig. Mit Unterstützung des
Kulturgeschichtlichen Museums (hier: professionelle Hängung der
Exponate und umfassende Bereitstellung von Aufsichtspersonen)
gelang eine angemessene Darbietung im Sinne der Konzeptlegung.
Sie konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Haus
für Veröffentlichungen dieser Art Schwellenängste hervorruft.
Dazu mag auch der etwas unnahbar dunkel wirkende Eingangsbereich
beitragen. Die Enge ließ zudem keine Besucheraktionen im Sinne
des Handlungsprinzips zu. Vermisst wurde zudem ein Café- und
Shopangebot. Das offen ausgelegte Gästebuch und die
bereitliegenden Informationen zur Ausstellung wurden als
sinnvolle Angebote begrüßt.
Zum Ausstellungsverlauf
Obwohl mündlich wie schriftlich vorbereitet, kam ein
Pressegespräch nicht zustande. So blieb die gut besuchte
Eröffnung den Lesern der örtlichen Printmedien verborgen.
Enttäuschend, da sich der Verein so nicht in angemessener Form
der Öffentlichkeit als Veranstalter vorstellen konnte. Zwei
Interviews mit heimischen Radiosendern haben den Mangel nur
unwesentlich ausgleichen können.
Über einige Führungen mit Schulkindern und Erwachsenen hinaus
verlief der allgemeine Besuch nach Beobachtungen der
Aufsichtskräfte relativ gut bis rege.
Fazit
Gemessen an vergleichbaren Kulturveranstaltungen vermittelt
das Ausstellungsvorhaben mit rund 300 € Materialkosten ein
günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Verein dankt allen Helfern und Spendern für die sehr
wirksame Unterstützung!
J. Barth, 02.11.2004
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