» Sonderausstellung zur Geschichte des Osnabrücker Steckenpferdreitens
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Einführung
Gab es in Osnabrück 1648 ein Steckenpferdreiten?
Geschichtlicher Kern 
Beginn in Nürnberg 1650 
Die Steckenreiterklippe von 1650
Weitere Recherchen 

"Nürnberger Handschriften" von 1650

Literarische Belege von 1650
"Nürnberger Münz-Belustigungen" im Jahre 1764
Kein Brauchtum in Nürnberg
Die "wahre Erzählung" von Emmy von Dincklage
"Die Steckenreiterklippe" - Urtext von 1875
Die Wandersage in der Region Osnabrück
Das erste Osnabrücker Steckenpferdreiten 1948
Steckenreiterfeste ab 1953
Zusammenfassung
Nachbereitung
Quellen
 

Nachbereitung

Zur Akzeptanz des Vorhabens

Während der Text zur offiziellen Einladung eine ganze Reihe positiver Rückmeldungen zur Folge hatte, blieb das verschriftete Konzept im Verlauf der Ausstellung ohne erkennbare Resonanz. Vereinzelt mündlich vorgetragene Kritik richtete sich gegen das Anliegen überhaupt. War man vom Ausstellungsdesign noch angetan, so glaubte man in der geschichtlich ausgebreiteten Darstellung mit dem Verweis auf den Ursprung Nürnberg eher einen Nachteil für Osnabrück ausmachen zu können. Man habe mit der alten Steckenpferdgeschichte über viele Jahrzehnte gut gelebt und sehe keinen Anlass für doch nur Verwirrung stiftende Recherchen.

Zum Dreikronenhaus

Die Unterbringung der Ausstellung im anspruchvollen Dreikronenhaus erwies sich als richtig. Mit Unterstützung des Kulturgeschichtlichen Museums (hier: professionelle Hängung der Exponate und umfassende Bereitstellung von Aufsichtspersonen) gelang eine angemessene Darbietung im Sinne der Konzeptlegung. Sie konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Haus für Veröffentlichungen dieser Art Schwellenängste hervorruft. Dazu mag auch der etwas unnahbar dunkel wirkende Eingangsbereich beitragen. Die Enge ließ zudem keine Besucheraktionen im Sinne des Handlungsprinzips zu. Vermisst wurde zudem ein Café- und Shopangebot. Das offen ausgelegte Gästebuch und die bereitliegenden Informationen zur Ausstellung wurden als sinnvolle Angebote begrüßt.

Zum Ausstellungsverlauf

Obwohl mündlich wie schriftlich vorbereitet, kam ein Pressegespräch nicht zustande. So blieb die gut besuchte Eröffnung den Lesern der örtlichen Printmedien verborgen. Enttäuschend, da sich der Verein so nicht in angemessener Form der Öffentlichkeit als Veranstalter vorstellen konnte. Zwei Interviews mit heimischen Radiosendern haben den Mangel nur unwesentlich ausgleichen können.

Über einige Führungen mit Schulkindern und Erwachsenen hinaus verlief der allgemeine Besuch nach Beobachtungen der Aufsichtskräfte relativ gut bis rege.

Fazit

Gemessen an vergleichbaren Kulturveranstaltungen vermittelt das Ausstellungsvorhaben mit rund 300 € Materialkosten ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Verein dankt allen Helfern und Spendern für die sehr wirksame Unterstützung!

J. Barth, 02.11.2004

 
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