Neue Perspektive
Nach Auffassung eines kleinen Kreises von Interessierten aus
Schule und Verwaltung duldete die Errichtung
eines Schulmuseums für die Region Osnabrück keinen längeren
Aufschub. So entschieden sich schließlich neun von ihnen, das
Vorhaben im Rahmen eines in großen Teilen eigenverantwortlich
handelnden Vereins mit Registereintrag und Anerkennung des
zuständigen Finanzamtes weiter voranzutreiben.
Osnabrücker Schulmuseum e.V.
Die beschlossene Satzung aus der Gründungsversammlung vom
21.03.1997 erreichte ihre endgültige Fassung mit Datum vom
02.09.1997. Sie bildete die Grundlage für den Eintrag ins
Vereinsregister am 18.09.1997.
Erneuter Antrag auf Errichtung
Nach dem Schulaufsichtsamt 1994 regte der Verein am
24.04.2003 die Errichtung eines Osnabrücker Schulmuseums bei der
Stadt Osnabrück an und verwies dabei auf umfangreiche
Vorleistungen.
Seit Gründung trägt die engagierte Vereinsarbeit in Verbindung
mit zahlreichen Einzelspenden und der Unterstützung vieler
Sponsoren dazu bei, die von der Stadt dem Verein zur Nutzung
überlassenen Magazine von insgesamt mehr als 600 m² Bodenfläche
mit schulgeschichtlichem Sammelgut zu füllen. Alle Förderer -
und dazu noch viele Bürger der Stadt - gehen ganz natürlich
davon aus, dass sich die erheblichen Investitionen auch rechnen
müssen. Man erwartet, dass Exponate ihren Weg aus den Magazinen
wieder ins Licht der Öffentlichkeit finden, dass historischer
Unterricht in entsprechend ausgestatteten Räumen zu sehen und
dass ein fester Ausstellungsort mit verlässlichen Öffnungszeiten
auch dem Bedürfnis von Tourismus und Marketing entgegenkommt.
Der Verein will diesem Bedürfnis aus eigenem Antrieb
entsprechen. Er hat bereits durch Veröffentlichung, Ausstellung
und Informationsangebote gezeigt, wie Programminhalte mit
eigenen Mitteln umzusetzen sind.
Doch ist ihm auch klar, dass der verständliche Wunsch der Bürger
nach einer dauerhaften Präsenz eines Schulmuseums mit konstanten
Öffnungszeiten ohne geeignete Räume, ohne den geringsten Zugang
von Personal und ohne bescheidenste Bereitstellung von
Fördermitteln nicht effektiv zu erfüllen ist.
Das Ergebnis und seine Folgen
In einer Aussprache am 02.06.2003 musste die Stadt den
Vereinsantrag wegen fehlender Räume und fehlender
Finanzkapazitäten ablehnen. Sie sah auch für einen überschaubar
nächsten Zeitraum keine Anzeichen für eine Änderung ihrer
Haltung. Im Einzelfall sei sie aber wie bisher zur Unterstützung
der Vereinsarbeit bereit. Der Verein Osnabrücker Schulmuseum
e.V. nahm die nicht unerwartete Entscheidung mit Bedauern zur
Kenntnis. Der Verein weiß um die besonderen Gegebenheiten der
Stadt. Er ist sich auch der bisher geleisteten Unterstützung
voll bewusst und hat auch nach dem Gespräch die berechtigte
Hoffnung, dass städtische Hilfe auch unterhalb der förmlichen
Museumserrichtung zum Nutzen von Verein und Stadt zu erwarten
ist. Jüngster Beleg dafür ist die Einräumung eines
Nutzungsrechtes für das Magazin Haste, das der Verein ab
01.11.2003 wahrnimmt. Er bittet jedoch um Verständnis, wenn er
seinem gut begründetes Satzungsziel weiterhin hohe Priorität
einräumen will und frei im Sinne des römischen Politikers Cato
immer wieder ausrufen wird:
"Im Übrigen meine ich, dass die Errichtung eines
Osnabrücker Schulmuseums keinen Aufschub duldet!"
Angeblich
hat der römische Politiker Cato (234-149 v.Chr.) alle seine
Senatsreden mit dem Satz abgeschlossen: "Ceterum censeo (carthaginem
delendam esse)" - "Im Übrigen meine ich, (dass Karthago zerstört
werden muss)". Die Formel "Im Übrigen meine ich, (...)" wird
heute mit einiges Variationen im Sinne einer immer
wiederkehrenden Forderungen gebraucht.
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